Nebel stoppt Protest – doch die Botschaft bleibt klar

disc. Blumberg-Randen. Rund 30 Anwohner, 12 Fahrzeuge und eine Menge Entschlossenheit: Zum wiederholten Mal machten Bürgerinnen und Bürger mit einer ungewöhnlichen Aktion auf sich aufmerksam. Die lokalen Zeitungen berichteten, private Radiosender sendeten Interviews, und sogar in überregionalen Verkehrsmeldungen tauchte die Protestaktion auf. Durchreisende zeigten von ihren Fahrzeugen aus Zustimmung: den Daumen nach oben.
Acht Polizeibeamte mit drei Fahrzeugen begleiteten die Versammlung, die um 11 Uhr startete. Die Versammlungsbehörde hatte grünes Licht gegeben – unter einem Vorbehalt: schlechtes Wetter. Und genau das wurde dem Protest zum Verhängnis. Nicht Schnee oder Glatteis, sondern dichter Nebel bewegte die Organisatoren gegen 12.15 Uhr zum Abbruch. Als die Sichtweite innerorts unter 30 Meter sank und die Polizei den Verkehr übernehmen musste, fiel die Entscheidung für Jochen Gleichauf, Tamara Willauer und Dietmar Schweigler schnell. Eine kurze Nachricht in der gemeinsamen Chat-Gruppe genügte – nach nur einer Minute war die Fahrbahn in beiden Richtungen wieder frei.
Einsatzleiter Polizeihauptkommissar Strobel vom Polizeiposten Blumberg zog ein positives Fazit: Die Aktion verlief erneut ohne jegliche Zwischenfälle.
Doch bei vielen Teilnehmenden hinterlässt ein anderes Thema Bitterkeit. Keiner der sieben Wahlkreiskandidaten ließ sich blicken, lediglich zwei entschuldigten sich. Auch Vertreter der Stadtverwaltung oder des Gemeinderats fehlten – bei allen drei bisherigen Demonstrationen. Einige Beteiligte äußerten offen ihren Unmut. Für den Wahltag wolle man nun Alternativen prüfen.
Die Initiatoren geben trotzdem nicht auf. Die Petition wird eingereicht – auch wenn die Umsetzung der Forderungen nach jüngsten Berichten in weite Ferne gerückt scheint. Die Hoffnung bleibt. Denn es geht weiterhin um eines: mehr Schutz und weniger Lärm für die Anwohner, mehr Sicherheit auch für die Pendler und den Transitverkehr und somit einen lebenswerten Ort – Tag für Tag.

Durch die geparkten Autos stand dem Transitverkehr nur eine Fahrspur zur Verfügung - und die war nur durch größere Lenkbewegungen zu bekommen.

Auch am Freitag kam der Verkehr mehrfach komplett zum Erliegen. Es folgten minutenlange Wartezeiten und es bildeten längere Rückstaus auf der B27 und auch auf der B314, die von Epfenhofen her kommt. Hier musste die Polizei eingreifen und den Verkehrsknoten auflösen. Allmählich zog jedoch immer mehr Nebel auf.
