Im Rahmen der "700-Jahr-Feier Kommingen" präsentierte Matthias Lohberger am 29.07.2017 eine herrliche Zeitreise durch die jüngere Vergangenheit unserer Nachbargemeinde. Mit dabei war auch diese Aufnahme aus dem Jahr 1930, als die Fundamente für die Stromleitung gebaut wurden. 

 

Unsere Eltern und Großeltern berichten, dass seither unser Ort vor schweren Gewittern verschont blieb - die 20 KV-Leitung funktioniert quasi wie ein großer Blitzableiter. Auf jeden Fall ist es ein einzigartiger Moment, wenn ein Blitz diese Stromleitung trifft und diese dann scheinbar auf einer Strecke von mehreren hundert Metern rot glüht.

 

Randen ist mindestens 898 Jahre alt ... 

In den bisherigen Darstellungen zur Geschichte des Dorfes Randen hieß es, dass der Ort erstmals 1620 auf einer Karte des Kantons Schaffhausen dargestellt wird. Eine Nachfrage zu dieser Karte ergab, dass es eine solche Karte gar nicht gibt. Stattdessen wurde von offizieller Seite auf eine urkundliche Ersterwähnung aus dem Jahr 1122 verwiesen. Somit steht den Randenern im Jahre 2022 das 900jährige Dorfjubiläum bevor. Die Einwohner haben angefangen, sich diesem Thema zu widmen.

Dieser Link führt zu den Informationen des Landesarchiv Baden-Württemberg.

 

Die Übersetzung hierzu sieht so aus:

 Randen Urkunde aus 1121

Die Überschrift mit der Jahreszahl 1121 ist ein Übertragungsfehler, der Übersetzer "hat die Datumszeile der Urkunde richtig gelesen „….anno incarnationis domini MCXXII….“, aber in der Überschrift falsch aufgelöst. Das ist wohl eher ein Druckfehler als eine falsche Interpretation, denn bei Datierungen im Mai gibt es keine Zweideutigkeiten über das Jahr. 

Kreisarchivar Clemens Joos weist freundlicherweise auf diese Fundstelle hin: es geht um die älteste Edition von Carl Borromäus Fickler (1810-1871; Lehrer in Donaueschingen, dann Mannheim) aus dem Jahr 1859, siehe: https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10002691_00167.html. Herrn Joos gilt so auch der Dank für die Unterstützung bei diesem spannenden Thema.

 

Dietmar Schweigler, 2020.